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Psychographie
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"Andere erkennen ist weise, sich selbst erkennen ist Erleuchtung." (Laotse)


Was versteht man unter Psychographie ?

"Erkenne Dich selbst“ (griechisch = γνθι σαυτν ) diese ewige Wahrheit wird einem der sieben Weisen des antiken Griechenlands zugeschrieben und stand am Apollotempel in Delphi in Marmor gemeißelt. Dieser Imperativ bedeutet, dass Selbsterkenntnis Vorbedingung und Ausgangspunkt aller menschlichen Weisheit ist. Dieser prägnante Satz ist auch eine Kernaussage der Psychographie.

Jeder Mensch hat ein natürliches Bedürfnis mehr über sich zu erfahren. Außerdem trägt jeder von uns den Wunsch und die Fähigkeit in sich glücklich, erfolgreich und zufrieden zu sein. Dazu ist es jedoch notwendig, seine Stärken zu erkennen, seine Potentiale zu nutzen und auch seine Schwächen zu akzeptieren.

Durch die psychographische Analyse lassen sich für jeden Einzelnen seine Stärken und auch seine Ressourcen (ungenutzte Möglichkeiten) aufzeigen. Dieses Erkennen der eigenen Persönlichkeitsstruktur stärkt das Selbstbewusstsein und fördert das Verständnis für andere Menschen. Positive Veränderungen im Privat- wie auch im Berufsleben zeigen sich schnell, da der Umgang mit Mitmenschen durch die verbesserte Selbst- und Menschenkenntnis positiv beeinflusst wird.

Die Psychographie-Initiative ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Psychographie. Der psychographische Ansatz ist: Dem Menschen zum einen, einen Zuwachs an Selbsterkenntnis zu geben, indem man seine persönlichen Schwächen und Stärken herausfindet und zum anderen, die Toleranz und das Verständnis gegenüber den Mitmenschen verstärkt.

 
Was ist Psychographie? **

Der Begriff "Psychographie" wurde von G.W. Allport (1897-1967) in die Persönlichkeitspsychologie eingeführt und von D. Friedmann (*1937) im Sinne von "Landkarte der Persönlichkeit" erneut verwendet. Gegenstand der 'modernen' Psychographie ist die Unterscheidung verschiedener Persönlichkeitstypen und ihrer speziellen Lösungs- bzw. Entwicklungsrichtungen.

Woran erkennt man die drei Grundtypen? In der Fachliteratur finden sich sehr umfangreiche Typbeschreibungen; hier sollen nur einige besonders eindeutige Erkennungsmerkmale aufgeführt werden:

Sach- / Zeittypen:

- bleiben lange beim 'Vielleicht'
- können schwer "Nein" sagen
- brauchen eine starke Motivation, um ihr Geld auszugeben
- haushalten sehr gut mit ihrer Zeit - behandeln diese wie ein wertvolles Kapital
- sind besonders vorsichtig, rücksichts- bzw. verständnisvoll

Handlungstypen:
- vorherrschende Grundhaltung eher 'Nein' als 'Ja'
- privat harmonie- und ruhebedürftig
- vermeiden den Gang zum Arzt trotz Schmerzen
- bevorzugen hochwertige Kleidung und Schuhe
- als Erwachsene trinkfest, unter Alkohol lustig und gelöst
- zuverlässig, zielgerichtet
- Arbeit ist Mittelpunkt des Lebens  

Beziehungstypen:
- sagen oft (zu schnell) "Ja"; haben meist eine positive (unkritische) Einstellung; wirken häufig verspielt und selten ernst
- sind vielseitig interessiert, dafür aber nur oberflächlich; wechseln die Interessen in  rascher zeitlicher Folge
- sind offen für Unbekanntes und Neues, mögen die Vielfalt
- zeigen im Gesicht (mit ihrer Mimik), wie es ihnen geht
- nehmen rasch Beziehung zu anderen auf, pflegen diese jedoch nur ausnahmsweise intensiv

** aus: Winkler/Rudolph: Menschenkenntnis mit System - Psychographie für Einsteiger (2002) Winkler-Verlag, Fellbach

Neben der Einteilung in die drei Grundtypen, differenziert die Psychographie noch in drei weitere Unterbereiche:

Beziehungsebene:  Du -  Ich - Wir - Typ
Zeitebene:               Gegenwarts - Vergangenheits - Zukunfts - Typ
Tätigkeitsebene:     Fühler - Denker - Macher - Typ

So entsteht der psychographische Typenkreis mit  81 Kombinationsmöglichkeiten.

Landkarte der Psychographie
Konstruktive Psychologie Patricia Streib  | info@konstruktive-psychologie.de